Bettina Wurche

Biologin, Wissenschafts-Journalistin, Science-Bloggerin
– Text-Agentur für Wissens- & Wissenschaftskommunikation

Vorträge

Vorträge (Wale, Astrobiologie und Science Fiction)

Präsentationen (Content Marketing)

Science Performances

Starke Themen mit markanten Bildern und überzeugend erzählt – für Erwachsene oder jüngere Menschen.
Vorträge zu Meeresbiologie, Wale, Paläontologie, Astrobiologie und Zukunftsthemen, Wissenschaftsgeschichte – kompetent und zielgruppenorientiert, je nach Thema ernst oder unterhaltsam.
Professionelle Präsentationen rund um das Thema Science-Blogs, Fach-Blogs und Content Marketing für Firmen, Museen und Institutionen mit und ohne Vorkenntnisse.
Für Vereine, Fortbildungen, Lehrerfortbildungen, Kundenveranstaltungen, Feiern, Science-Events, Kultur-Events, Tagungen oder andere Gelegenheiten. Performances sind theatralische Inszenierungen in passender Gewandung.
Alle Vorträge und Präsentationen sind allgemein verständlich ausgearbeitet, laufen schnörkellos auf Powerpoint und dauern nach Absprache – meist 45 Minuten.

Vorträge: Wale, Paläontologie, Meeresbiologie, Astrobiologie und Science Fiction

Der Pottwal – Mythos und Wirklichkeit

Der Pottwal (Physeter macrocephalus) ist der größte aller Zahnwale. Er ist der amtierende Tieftauchmeister, hat die größte Nase im Tierreich und ist das größte lebende Raubtier. Zugleich ist er eng verknüpft mit der menschlichen Kulturgeschichte: Über Jahrhunderte haben ihm Walfänger nachgestellt, in Romanen wie „Moby Dick“ ist er unsterblich geworden und sein Spermaceti-Öl war für den Menschen lange Zeit unersetzlich.

Durch sein Abtauchen und seine gewaltige Größe hat er sich unseren Nachforschungen lange erfolgreich entzogen. In jüngster Zeit hat ein neuer Aspekt die Forschung um den Pottwal erweitert: Umfangreiche Feldforschungen vor Nova Scotia haben ergeben, das Pottwale eine eigene Form von Kultur haben.

Wale in der Wüste: Die Evolution der Wale

Die Wiege der Wale steht am Fuße des heutigen Himalaja, im einstigen Tethys-Meer. In den letzten Jahrzehnten sind in Pakistan aufsehenerregende Entdeckungen gemacht worden, die die Wale als eine Gruppe innerhalb der Huftiere einordnen.

Wie es danach mit der Entwicklung der Wale weiterging, ist in den Meeresablagerungen der Fayum-Oase Ägyptens zu entdecken: Hier lebten Urwale wie der legendäre Basilosaurus isis, der als Seeschlange in die Forschungsgeschichte einging.
In der Pisco-Formation der Küstenwüste Perussind 12 Millionen Jahre alte fossile Wale in dreidimensionaler Erhaltung zu finden. Einige dieser Fossilien sind den heutigen Arten und Gattungen bereits sehr ähnlich. Andere geben Rätsel auf: Was soll man von dem Walross-Wal Odobenocetops halten, dessen Schädel dem der Delphine gleicht und gleichzeitig zwei Hauer wie ein Walross hat? Der Star unter den peruanischen Walfossilien ist Leviathan melvillei, ein 15 m langer Pottwal mit dem Gebiss eines Raubwals. Aus Chile gibt es Aufsehen erregende fossile Wal-Massenstrandungen, die auf eine Giftalgen-Katastrophe im Miozän hinweist.
Im deutschen und dänischen Tertiär markieren Wale den früheren Spülsaum der Ur-Nordsee. Fossilienfunde im Glimmerton von Groß-Pampau bei Lübeck und Gram in Dänemark erlauben einzigartige Einblicke in die frühe Nordsee-Wal-Fauna: verschiedene Bartenwal-Arten, Pottwale mit Zähnen im Ober- und Unterkiefer und Delphine haben hier einst gelebt.

Jules Verne und die Entdeckung der Meeresforschung

Jules Verne (1828 –1905) ist der Erfinder des wissenschaftlichen Romans. Er lebte und schrieb in einer Zeit, in der bahnbrechende technische und wissenschaftliche Erfindungen gemacht wurden und unsere modernen Naturwissenschaften entstanden. Er nahm diese Technologien und Erkenntnisse begeistert auf und spann den Faden weiter. Seine Helden stießen in die Ozeane, den Luft- und Weltraum und unter die Erde vor. Vernes zahlreichen Romane enthalten viel Fachwissen und sind in ihrer Interdisziplinarität hochaktuell. Die wissenschaftlichen Informationen sind in aufregende Abenteuer und spannende Charaktere eingebettet.

Der vorliegende Vortrag stellt Vernes Roman “20.000 Meilen unter dem Meer” und dessen wissenschaftlichen Hintergrund vor.

„Firefly“, Vaquita und Kleiner Tümmler – Walschutz mit Science Fiction!

Vaquita und Kleiner Tümmler sind Schweinswale, kleine Meeressäuger, die ein eher unauffälliges Leben führen. Der Vaquita oder Kalifornische Schweinswal lebt im Golf von Kalifornien, der Kleine Tümmler – besser bekannt als Gewöhnlicher Schweinswal – lebt in Nord- und Ostsee. Gerade ihr Leben in den Küstengewässern und ihre Nähe zum Menschen bringt diese Kleinwale in große Gefahr! Beide Arten sind bedroht, der Vaquita steht sogar kurz vor dem Aussterben. Die Walschutzgruppe „Vaquitas are browncoats“ engagiert sich für den Schutz der kleinen kalifornischen Meeressäuger, die offenbar so einiges mit der Crew der „Serenity“ gemeinsam haben.

Wale sind immer wieder ein Thema in der Science Fiction und für SF-Fans – und diese beiden so wenig bekannten Kleinwale brauchen unsere Unterstützung ganz besonders!
Dieser neuartige Ansatz in der Wissens- und Umweltkommunikation ist ein Ansatz, auch komplexe wissenschaftliche und ökologische Themen in  eine breitere Öffentlichkeit fernab der üblichen Filterblasen zu bringen.

Dieser Vortrag basiert auf einer Kooperation mit Dr. Andrew Wright:
Wright, Andrew; Wurche, Bettina: “Blending Science and Conservation With Science Fiction to Reach a Shiny New Audience” (2019)

Die NASA, die Aliens und die Delphine

In den 60-er Jahren entwickelte sich die Raumfahrt rasend schnell. Würde man im Weltall auf Aliens treffen? Wie sollte man mit ihnen kommunizieren? Auf der Suche nach fremdartigen Kommunikationsmustern suchten NASA-Forscher auf der Erde nach einer intelligenten Spezies, die eine ganz andere Sprache spricht als die Menschen. Sie entschieden sich für Delphine. Die intensive Beschäftigung mit den Delphinen ergab phantastische Einblicke in das Verhalten dieser sympathischen Meeressäuger. Allerdings wollten sie kein Englisch lernen. Und dann kamen auch noch Sex und Drogen ins Spiel…

Plastikflut im Ozean

Kunststoffe auf der Basis von Erdöl machen unser Leben bequem: sie sind leicht, durchsichtig oder farbig, wasserbeständig und billig.
Leider landet vieles davon letztendlich im Meer, von der Tüte bis zum Fischereinetz.

Die Kunststoffprodukte zerfallen zwar allmählich in immer kleinere Teile, aber das Plastik selbst bleibt erhalten – bis zu 450 Jahre lang!
Heute ist Plastikmüll vom Nordpol bis zum Südpol, von den Küsten bis in die Tiefsee ein enormes Problem. Fische, Vögel und Wale verwechseln Plastikteile mit Nahrung oder verheddern sich in Geisternetzen. Die winzigen Krebschen und anderen Tiere des Planktons fressen winzige Kunststoff-Partikel, die sich im Laufe der Nahrungskette weiter anreichern. Mit einer Fisch-Mahlzeit landet der Kunststoff wieder auf unseren Tellern.
Welche Auswirkungen haben Kunststoffe auf uns und unsere Meere?
Welche politischen Strategien gibt es gegen den Müll im Meer?
Und: Was können wir Einzelnen gegen die verheerende Plastikflut tun?

Exobiologie: Gibt es außerirdisches Leben?

Die Exobiologie ist eine junge Wissenschaft, die interdisziplinär arbeitet und so unterschiedliche Disziplinen wie Mikrobiologie und Astrophysik vereint. Im Zentrum der Forschung steht die Suche nach der Entstehung des Lebens auf der Erde und im restlichen Universum. Durch die jüngsten Mars-Missionen der ESA und NASA zum Roten Planeten ist die Diskussion, ob er Leben tragen könnte, wieder einmal entfacht worden. Neben dem Mars ist auch der Jupiter-Mond Europa mit seinem unter einer Eisschicht versteckten Ozean ein geeigneter Kandidat für außerirdisches Leben.

Ozean unter Eis: Gibt es Leben auf dem Jupitermond Europa?

Der Jupitermond Europa verbirgt unter einer dicken Eisschicht einen flüssigen Salzwasserozean.
Europa ist zurzeit, neben dem Saturnmond Titan, der verheißungsvollste Kandidat für außerirdisches Leben in unserem eigenen Sonnensystem.

Der Vortrag gibt zunächst einen Einblick in die Exobiologie und erläutert dann die Besonderheiten Europas als potentiellem Träger von Leben. Der Schwerpunkt liegt in der Diskussion, wie Leben in Europas Salzozean aussehen könnte. Als Vergleich werden irdische Lebensräume und ihre möglichen Parallelen und Abweichungen zu Europa vorgestellt.

Der Saturnmond Enceladus – eine weitere Wasserwelt in unserem Sonnensystem?

Weit entfernt von der Sonne zieht der Saturn-Mond Enceladus seine Bahnen. Unter seiner eisgepanzerten Oberfläche schwappt ein salziger Ozean.
Die Raumsonde Cassini konnte Fontänen aus Wasserdampf untersuchen und Nano-Eis und Salze erforschen. Am Südpol entdeckte Cassini sogar Silizium-Verbindungen, die auf aktive Hydrothermalquellen hinweisen. Mit organischen Verbindungen wie Methan und einem durch den Eispanzer gut geschützten mondumspannenden Ozean ist Enceladus eine weitere Eiswelt in unserem Sonnensystem. Der Vortrag gibt zunächst einen Einblick in die Exobiologie und erläutert dann die Enceladus` Besonderheiten als potentiellem Träger von Leben. Der Schwerpunkt liegt in der Diskussion, wie Leben in so einem Salzozean aussehen könnte und welche irdischen Ökosysteme hier modellhafte Vergleiche bieten. Dabei geht es auch um die geheimnisvolle Lost City in der Tiefe des Nordatlantiks.
Ein Szenario mit viel Science-Fiction-Potential – wie so viele der Monde in unserem Sonnensystem! 

“Jules Verne, “20.000 Meilen unter dem Meer” und der Steampunk”

Vernes Ideen haben ohne Zweifel einen erheblichen Einfluss auf den Steampunk: Der Charakter des Kapitän Nemo in seiner utopischen Parallelwelt ist das Vorbild jedes Selbstversorgers und Tüftlers. Außerdem hat Verne die Kopffüßer (Cephalopoda) in die mitteleuropäische Literatur eingeführt, die heute einen festen Platz in der Bildsprache des Steampunk haben. Das berühmteste Tauchboot der Literaturgeschichte ist nach dem urtümlichen Kopffüßer Nautilus getauft. Außerdem spielen Kraken und Kalmare eine tragende Rolle im erzählerischen Spannungsbogen. Der Kampf mit dem Riesenkraken ist eine der einprägsamsten Illustrationen in Vernes Werk. Aber ist Jules Verne wirklich der „Vater des Steampunk“?

Star Trek Discovery: Bärtierchen und Riesenpilze

Star Trek Discovery stellt zum ersten Mal einen Pilz ins Zentrum einer SF-Saga!
Mit einem Sporenantrieb bewegt sich die USS Discovery überlichtschnell durch ein interstellares Pilzgeflecht. Ausgerechnet Prototaxites ist der neue astromykologische Star – der legendäre fossile Riesenpilz. Und als Pilz-Navigator tritt auch noch die 3-Meter-Version eines Bärtierchens auf!
Pilze sind faszinierende Geschöpfe, den Tieren ähnlicher als den Pflanzen. Und Bärtierchen sind als erfahrene Raumfahrende für Raumfahrt-Freaks alte Bekannte. Beide Organismengruppen sind noch wenig erforscht, dabei haben sie eine Menge überraschende Fähigkeiten. Damit bietet die neue Star Trek-Serie viel Stoff für SF-interessierte Biologie- und Fossilien-Liebhaber.

Präsentationen: Content Marketing, Fach-Blogs und mehr

Wissenschaftliche, wissenschaftsnahe, Bildungs- und Kulturinstitutionen wie Museen haben besonders viele Inhalte zu bieten. Wie kann man mit Content Marketing ein eigenes USP entwickeln, im SEO-Ranking nach oben kommen und – auch mit Social-Anbindung – eine begeisterte Community aufbauen?
Diese Vorträge richten sich an Öffentlichkeitsarbeitende, Entscheider und andere Neugierige mit und ohne Vorbildung.

Content Marketing für wissenschaftliche und wissenschaftsnahe Institutionen

Wissenschaftliche, wissenschaftsnahe, Bildungs- und Kulturinstitutionen wie Museen haben besonders viele Inhalte zu bieten.
Ihr Content ist ihr USP und ihre wichtigste Währung, damit können sie erfolgreich im SEO-Ranking nach oben kommen.
Um ihre Angebote und Inhalte nach außen sichtbar zu machen, brauchen sie spezifische Konzepte mit denen sie um ihre Zielgruppen – ob Mitarbeiter oder Publikum – erreichen.
Sie haben besondere Anforderungen an qualitativ hochwertigen Content und oft auch an den Datenschutz.

In dieser Präsentation stelle ich Konzepte für erfolgreiches Content Marketing vor, wie eine Homepage zum Finden statt Suchen, assoziierte Fach-Blogs, niveauvolle Social Media-Anbindungen, SEO und andere Marketing-Gimmicks. Außerdem geht es um die Verknüpfung analoger und digiataler Maketing-Tools und um Mehrfachverwertung.

Fach-Blogs als Marketing-Instrument: Fallstudie „Puls.“

Fach-Blogs sind starke Instrumente für ein anspruchsvolles Content-Marketing.
Mit „Puls.“ habe ich einen sehr erfolgreichen Fach-Blog als Online-Magazin für die Medizin-Studierenden der Goethe-Universität konzipiert und betrieben.
Der Science-Blog „Meertext“ ist die Galionsfigur meiner Textagentur, er bildet meine Inhalte- und Text-Kompetenzen ab und hat eine hohe, überregionale Reichweite.
Die Präsentation gibt einen Überblick über mit praktischen Beispielen:

  • Was ist und was kann ein Fach-, Science oder Corporate Blog?
  • Wie plant und betreibt man einen Fach-Blog?
  • Wie ergänzt ein Fach-Blog das gesamte Marketing-Konzept?

Das alles können Sie auch in meiner Publikation „Puls. – das Online-Magazin für Medizinstudierende der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt“ lesen.

Science Performance: Theatralische Inszenierung in Gewandung

Der Star Wars-Zoo

Das Star Wars-Universum ist voller seltsamer Lebensformen. Neben Menschen, Aliens mit mehr oder weniger Vernunft und Beinen, gibt es eine Vielzahl von „Tieren“, die oft nur viel kurz zu sehen sind. Große Echsen, zottige Banthas und zweibeinige Tauntauns dienen guten und bösen Helden als Reittiere. In der Müllkammer des Todessterns wohnt ein Tentakel mit Auge, in den Gewässern von Naboo tummeln sich Fisch-Kröten-Krebsen und in Tatooines Sandwüste lauert der Sarlacc. Wie sehen diese Tiere im Detail aus? Wo und wie leben sie? Haben sie Verwandte auf der guten alten Erde? Dieser Vortrag führt durch den galaktischen Zoo des Star Wars-Universums.

Warnhinweis: Für Monsterphobiker und Tierhaarallergiker gilt ein Haftungsausschluß! Interaktiver Vortrag für große und kleine Leute ab 8 Jahren.
Gewandung: Blauer Twi´lek (Blauhäutiges Alien aus dem Star Wars-Universum)

Hier ist ein Video davon (Skepkon 2015): Bettina Wurche über Twi’leks und andere Wesen im Star-Wars-Universum (Youtube)